
Was hilft, wenn das Essen schwerfällt? Welche Strategien und Lebensmittel können helfen, den Körper optimal zu versorgen?
Appetitlosigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung und zugleich eine der größten Herausforderungen für viele Krebspatient:innen. Durch gezielte Ernährungsstrategien lässt sich dennoch eine ausreichende Nährstoffversorgung sicherstellen. Schon kleine Anpassungen im Essverhalten können helfen, das Wohlbefinden zu verbessern und Kraft für die Therapie zu sammeln.
Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben. Sie tritt häufig als Folge der Erkrankung selbst oder als Nebenwirkung der Behandlung auf. zu den häufigsten Gründen gehören:
Eine länger anhaltende Appetitlosigkeit kann zu Mangelernährung, Gewichtsverlust, Muskelabbau (Kachexie) und allgemeiner Schwäche führen, was sich negativ auf die Therapie und das Wohlbefinden auswirken kann.
Deshalb ist es entscheidend, bei nachlassendem Appetit frühzeitig ärztliche oder ernährungsmedizinische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Auch die psychische Gesundheit spielt eine große Rolle: Psychologische oder psychoonkologische Begleitung kann helfen, mit Stress und Ängsten besser umzugehen – und so indirekt auch den Appetit und das Essverhalten zu verbessern.
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Regelmäßig kleine Mahlzeiten essen
Statt drei großer Mahlzeiten sind fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt oft leichter zu bewältigen. So bleibt die Energiezufuhr konstant, ohne den Körper zu überfordern.
Nahrhafte Snacks bereithalten
Energiedichte Lebensmittel wie Nüsse, Trockenfrüchte oder Joghurt lassen sich leicht zwischendurch essen und liefern wertvolle Nährstoffe und Kalorien.
Aromatische und optisch ansprechende Speisen bevorzugen
Frische Kräuter, buntes Gemüse und geschmacksintensive Zutaten wie Zitrone, Ingwer oder Gewürze können die Speisen attraktiver machen und die Lust aufs Essen steigern.
Getränke nicht direkt vor dem Essen konsumieren
Trinke lieber zwischen den Mahlzeiten – zu viel Flüssigkeit kann das Sättigungsgefühl verstärken und den Appetit weiter verringern.
Bewegung fördert den Hunger
Ein kleiner Spaziergang oder sanfte Bewegung vor dem Essen kann den Appetit anregen und gleichzeitig das Wohlbefinden verbessern.
Individuelle Vorlieben berücksichtigen
Der Geschmack kann sich während einer Krebstherapie verändern, was früher geschmeckt hat, ist heute vielleicht nicht mehr angenehm. Es lohnt sich, neue Speisen und Zubereitungsarten auszuprobieren – und das Essen als Experiment mit Genuss zu sehen.
Ganz wichtig: Beim Thema Appetitlosigkeit (oder Ernährung) während einer Krebserkrankung muss niemand allein bleiben. Ernährungsberatungen oder professionelle, app-basierte Unterstützungsangebote können helfen, individuelle Bedürfnisse zu erkennen, geeignete Strategien gegen Appetitlosigkeit zu entwickeln und diese gezielt in den Alltag zu integrieren.
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Wenn der Gewichtsverlust drastisch ist oder über eine längere Zeit keine ausreichende Nahrungsaufnahme möglich ist, sollte dringend ein:e Ärzt:in oder Ernährungsberater:in konsultiert werden. In manchen Fällen kann eine enterale oder parenterale Ernährung notwendig sein.
Zusätzlich ist es sinnvoll, frühzeitig psychologische Unterstützung in Betracht zu ziehen, denn unterstützende Gespräche können helfen, Ängste und Stress zu reduzieren, die innere Stabilität zu stärken und damit indirekt auch den Appetit zu fördern.
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Dieser Artikel wurde mit größter Sorgfalt und unter Einbeziehung von Expert:innen erstellt. Er kann einen Überblick bieten, ist jedoch nicht geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Dorota Lazarski
Ökotrophologin (B. Sc., M. A. E-Health) und zertifizierte Ernährungsberaterin (VDOE, E-Zert). Sie verfügt über langjährige Erfahrung in Prävention und Ernährungstherapie, begleitet Patient:innen während und nach einer Krebserkrankung und erstellt qualitätsgesicherte Inhalte für digitale Gesundheitsformate.
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