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Wie finde ich meine Selbsthilfegruppe?

Selbsthilfegruppen bei Krebs in meiner Nähe: Wie finde ich die richtige Gruppe? Wie können Selbsthilfegruppen helfen?

30.12.2025
Expertengeprüft

Selbsthilfegruppen können eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsbewältigung spielen. Sie bieten emotionale Stärke, praktische Hilfe und das Gefühl, nicht allein zu sein. Wer sich unsicher ist, kann mehrere Gruppen ausprobieren, um die passende Gemeinschaft zu finden.

Krebs-Selbsthilfegruppen: Warum sind sie so wichtig?

Der Weg einer Krebserkrankung ist oft mit großer Unsicherheit, Angst und emotionaler Belastung verbunden. Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen in einer ähnlichen Situation auszutauschen. 

Diese Gruppen schaffen nicht nur ein Gefühl der Gemeinschaft, sondern bieten auch wertvolle Informationen und emotionale Unterstützung.

Welche Vorteile bieten Selbsthilfegruppen?

Emotionale Unterstützung

Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann Trost spenden und Hoffnung geben.

Praktische Tipps

Teilnehmer teilen bewährte Strategien für den Umgang mit der Erkrankung, mit  Nebenwirkungen von Therapien, Behördenangelegenheiten und dem Alltag.

Fachlicher Input

Viele Gruppen laden Expert:innen aus dem Bereich der Medizin, Psychoonkologie und Soziale Arbeit als Referent:innen ein, um gezielte Informationen und Impulse zu einzelnen Themen zu bekommen.

Neue Perspektiven

Andere Betroffene können helfen, mit der Erkrankung anders umzugehen und neue Lösungsansätze zu finden.

Wie findet man eine geeignete Selbsthilfegruppe?

Internetrecherche

Es gibt zahlreiche Plattformen, die regionale und überregionale Selbsthilfegruppen auflisten. Wichtige Anlaufstellen sind:

Krankenhäuser und Reha-Kliniken

Viele Kliniken haben eigene Selbsthilfegruppen oder können Kontakte vermitteln.

Psychosoziale Krebsberatungsstellen

Diese bieten nicht nur individuelle Beratung, sondern haben oft eine Übersicht über Selbsthilfegruppen in der Region.

Onkologische Praxen und Arztpraxen

Ärzte, Sozialarbeiter und Psychoonkologen können über Selbsthilfe-Angebote informieren.

Welche Arten von Selbsthilfegruppen gibt es?

Es gibt verschiedene Selbsthilfegruppen, die sich auf unterschiedliche Bedürfnisse spezialisieren:

Allgemeine Krebsgruppen 

Für alle Krebspatient:innen unabhängig von der Krebsart, z.B.: https://www.facebook.com/groups/lebensfreudenachderkrebsdiagnose.

Krebsart-spezifische Gruppen

Z. B. für Brustkrebs-, Prostatakrebs- oder Darmkrebspatient:innen https://hausderkrebsselbsthilfe.de/ 

Junge Krebspatient:innen 

Gruppen speziell für Betroffene im jungen Erwachsenenalter https://junge-erwachsene-mit-krebs.de/ 

Krebs und Beruf 

Auch für an Krebs erkrankte Menschen im erwerbsfähigen Alter gibt es spezielle Selbsthilfeinitiativen https://leben-nach-krebs.de/ 

Online-Selbsthilfegruppen

Für Menschen, die sich anonym oder ortsunabhängig austauschen möchten. Einige Bundesverbände von Selbsthilfeorganisationen bieten Online-Meetings an https://hausderkrebsselbsthilfe.de/

Männer und Krebs 

Für Männer, die durch eine Krebserkrankung belastet sind, gibt es monatlich einen Männertreff online. Impulsgeber informieren zu einem Thema und es gibt die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit professioneller Moderation untereinander auszutauschen. https://www.gutgegenkopfkino.de/   

Tipps zur Auswahl der passenden Selbsthilfegruppe

Atmosphäre schnuppern

Es ist wichtig, dass man sich in der Gruppe wohl und verstanden fühlt.

Gruppenleitung kontaktieren

Viele Ansprechpartner:innen von Selbsthilfegruppen geben telefonisch oder per Mail Auskunft über die Gruppe und deren Treffen

Themen und Aktivitäten

Passen die Themen in den Gesprächen und die Art der Aktivitäten der Gruppe zu den eigenen Bedürfnissen? 

Für einige Menschen ist eine Selbsthilfegruppe für sehr lange Zeit eine wertvolle Unterstützung, für andere sind sie in einer besonderen Lebensphase eine Zeit lang sehr hilfreich. Wichtig ist, ein für die eigenen Bedürfnisse passendes Selbsthilfe-Angebot zu finden. 

Dieser Artikel wurde mit größter Sorgfalt und unter Einbeziehung von Expert:innen erstellt. Er kann einen Überblick bieten, ist jedoch nicht geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Autor
Autorin
Prüfer
Prüferin

Gudrun Bruns

Diplom-Sozialpädagogin und Psychoonkologin mit über 30 Jahren Erfahrung in der Leitung der Krebsberatung im Münsterland www.krebsberatung-muenster.de.

Mehr erfahren
Quellen:
  • S3-Leitlinie Psychoonkologie: Der wissenschaftliche Konsens, der die Teilnahme an Selbsthilfegruppen als unterstützende Therapie empfiehlt – Fundstelle: AWMF-Leitlinienregister / Leitlinienprogramm Onkologie, https://hub.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinie/psychoonkologische-diagnostik-beratung-und-behandlung-von-erwachsenen-krebspatienten 
  • NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen): Die zentrale Suchmaschine und Datenbank für Selbsthilfe in Deutschland – Fundstelle: nakos.de.
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) – Krebsinformationsdienst: Zentrale, qualitätsgesicherte Patienteninformation, die Selbsthilfe aktiv bewirbt – https://www.krebsinformationsdienst.de/adressen-und-links/selbsthilfegruppen 
  • Deutsche Krebshilfe: Unterstützt Selbsthilfegruppen und stellt Informationsmaterial bereit – Fundstelle: https://www.krebshilfe.de/helfen/rat-hilfe/selbsthilfe/
  • Stiftung Junge Erwachsene mit Krebs: https://junge-erwachsene-mit-krebs.de/
  • Leben nach Krebs!: Eine Initiative mit dem Fokus “Krebs sund Beruf” https://leben-nach-krebs.de/
  • Leben mit Krebs, HKSK-Buzndesverband, die unabhängige Krebs-Selbsthilfe   https://hausderkrebsselbsthilfe.de/
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