In diesem Artikel
Ernährung
und Körperpflege
Deine Therapie läuft
Behandlung wurde beendet
Keine Kategorien gefunden

Kann Trinknahrung eine vollständige Mahlzeit ersetzen?

Ernährungsberatung empfiehlt >>>

4.12.2025
Expertenbeitrag

Wenn die normale Ernährung erschwert ist, kann medizinische Trinknahrung eine gute Unterstützung für den Körper sein.

Medizinische Trinknahrung kann bei Schwierigkeiten mit der normalen Nahrungsaufnahme eine wertvolle Unterstützung bieten. Ob sie eine vollständige Mahlzeit ersetzen kann, hängt von der individuellen Situation und dem jeweiligen Produkt ab.​

Trinknahrungen für medizinische Zwecke sind speziell entwickelte Produkte für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren täglichen Bedarf an Nährstoffen nicht durch herkömmliche Mahlzeiten decken können. In der enteralen Ernährung, also wenn die orale Aufnahme nicht möglich ist, können diese Produkte auch als einzige Nahrungsquelle dienen. 

Auf dem Markt gibt es zudem orale Nahrungsergänzungen, die bei Bedarf den gesamten täglichen Energie- und Nährstoffbedarf decken können – dafür werden meist 5–7 Portionen pro Tag eingenommen.

In den meisten Fällen wird medizinische Trinknahrung jedoch ergänzend zur normalen Ernährung ärztlich verschrieben – vor allem, um Nährstoffe zuzuführen, die über die alltägliche Kost nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden können, wie etwa Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine oder Mineralstoffe.​

Solche Produkte werden in der Regel ein- bis zweimal täglich zu oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen. Sie sollten keine herkömmlichen Mahlzeiten ersetzen, sondern diese ergänzen, um deren Nährwert zu erhöhen und den Körper optimal zu versorgen.

Wichtige Hinweise

Medizinische Trinknahrung sollte immer gemäß ärztlicher oder ernährungsfachlicher Empfehlung verwendet werden, um sicherzustellen, dass sie zur individuellen Situation passt und keine Nährstoffungleichgewichte entstehen.

Bei richtiger Auswahl und Anwendung kann sie die Ernährung gezielt verbessern, Mangelzustände vermeiden und die Genesung unterstützen.

Dieser Artikel wurde mit größter Sorgfalt und unter Einbeziehung von Expert:innen erstellt. Er kann einen Überblick bieten, ist jedoch nicht geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Autor
Autorin
Prüfer
Prüferin

Dorota Lazarski

Ökotrophologin (B. Sc., M. A. E-Health) und zertifizierte Ernährungsberaterin (VDOE, E-Zert). Sie verfügt über langjährige Erfahrung in Prävention und Ernährungstherapie, begleitet Patient:innen während und nach einer Krebserkrankung und erstellt qualitätsgesicherte Inhalte für digitale Gesundheitsformate.

Mehr erfahren
Quellen:
  • EUR-Lex (Europäische Union): Reguliert die Klassifizierung von LBMZ als "diätetisch vollständig" oder "diätetisch unvollständig".
  • BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) und BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel): Gemeinsames Positionspapier zur Abgrenzung und Definition von LBMZ in Deutschland.
  • DGEM (Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin): Leitlinien zur künstlichen und oralen Ernährung.
  • Pflege.de / APOTHEKE ADHOC: Fachportale, die die klinische Praxis und die Kostenübernahme durch die Krankenkassen erklären.
Kennst Du jemanden, der das wissen sollte? Teile es gerne weiter!

Unsere Gesundheitspartner

Professionelle Begleitung nach der Diagnose – ganz ohne Kosten!

Wenn Deine Krankenkasse auf der Liste steht, erhältst Du hier Zugang zum umfassenden Versorgungsprogramm für KrebspatientInnen in der medizinischen App sowie persönliche Begleitung durch erfahrene SpezialistInnen.

Jetzt prüfen, ob Du kostenlos teilnehmen kannst >>>