In diesem Artikel
Herausforderungen des Alltags
Krebs und Psyche
Du bist vor der Therapie
Deine Therapie läuft
Behandlung wurde beendet
Du bist gesund und symptomfrei!
Keine Kategorien gefunden

Dankbarkeit üben - aber wie?

Dankbarkeit kann nicht nur unser mentales, sondern auch unser körperliches Wohlbefinden verbessern.

24.10.2025

Unser Alltag kann oft herausfordernd sein – mit hohen Erwartungen, Stress und unerwarteten Situationen, die nicht immer nach Plan laufen. Leider neigt unser Gehirn dazu, sich auf das Negative zu fokussieren – auf das, was fehlt oder schiefgeht, anstatt auf all die kleinen Dinge, die gut sind. Besonders in Zeiten von Krankheit und Krise sorgt dieser Fokus auf das Negative für Probleme. Hier kann das Üben von Dankbarkeit eine echte Hilfe sein. 

Was ist mit der Einübung von Dankbarkeit gemeint? 

Sie gibt uns die Möglichkeit, kleine Glücksmomente zu erkennen und bewusst wahrzunehmen – selbst an Tagen, die nicht perfekt laufen. Dankbarkeit hilft uns, stressige Situationen zu entschärfen und das Leben mit mehr Gelassenheit und Freude zu genießen.

Warum Dankbarkeit bei Krebs?

Studien zeigen, dass Dankbarkeit nicht nur unser mentales, sondern auch unser körperliches Wohlbefinden verbessern kann. Wenn wir Dankbarkeit empfinden, schüttet unser Gehirn Dopamin aus, das Glückshormon, und aktiviert den Hypothalamus, der für wichtige Funktionen wie Schlaf, Stoffwechsel und unser Stresslevel verantwortlich ist.

Dankbarkeit hilft uns, den Blick auf das Positive zu lenken und schöne Momente bewusster wahrzunehmen. Sie gibt uns Energie, reduziert Stress und stärkt unser Immunsystem. Außerdem kann sie unsere Beziehungen verbessern – denn wenn wir dankbar sind, begegnen wir anderen oft freundlicher und offener.

Wie startet man mit Dankbarkeit?

Ein Dankbarkeitstagebuch kann dabei helfen, positive Momente bewusster wahrzunehmen. Dazu kann das folgende Beispiel-Dankbarkeitstagebuch ausgedruckt und direkt genutzt werden. 

Es lohnt sich, sich jeden Abend ein paar Minuten Zeit zu nehmen und sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was habe ich heute getan, was meinen Tag besonders gemacht hat?
  • Worüber habe ich heute gelächelt?
  • Was ist mir heute gelungen?
  • Was habe ich Schönes gesehen oder erlebt?
  • Wofür bin ich heute dankbar?

Schon wenige Minuten am Tag können eine große Wirkung haben und helfen, den Alltag bewusster und mit mehr Freude zu erleben.

Dieser Artikel wurde mit größter Sorgfalt und unter Einbeziehung von Expert:innen erstellt. Er kann einen Überblick bieten, ist jedoch nicht geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Autor
Autorin
Prüfer
Prüferin

Angelika von Aufseß

Psychoonkologin und Autorin mit über 10 Jahren Erfahrung in der therapeutischen und rehabilitativen psychoonkologischen Arbeit mit Patient:innen nach der Krebsdiagnose.

Mehr erfahren
Quellen:
  • Lubik, N. & Gräf, L. (2023). Die Kraft der Dankbarkeit. Arbeitspapiere der FOM, Nr. 87. FOM Hochschule für Ökonomie & Management.
  • Wedel, H. (2023). Der Effekt von Dankbarkeitsübungen auf die mentale Gesundheit – ein systematisches Review. Bachelorarbeit, MSH Medical School Hamburg.
  • AOK Gesundheitsmagazin. Selbstwertgefühl steigern durch Dankbarkeit. AOK.de. 
  • FOCUS online. Longevity: Das ist laut Harvard-Forschern der Faktor für ein langes Leben.
  • DocCheck Flexikon. Dopamin. 
  • Biokrebs e.V. Dankbarkeit im Angesicht einer Krebserkrankung.
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ). Cancer Survivorship.
Kennst Du jemanden, der das wissen sollte? Teile es gerne weiter!

Unsere Gesundheitspartner

Professionelle Begleitung nach der Diagnose – ganz ohne Kosten!

Wenn Deine Krankenkasse auf der Liste steht, erhältst Du hier Zugang zum umfassenden Versorgungsprogramm für KrebspatientInnen in der medizinischen App sowie persönliche Begleitung durch erfahrene SpezialistInnen.

Jetzt prüfen, ob Du kostenlos teilnehmen kannst >>>